8 Tipps, um Selbstliebe zu praktizieren

Selbstliebe
Bildquelle: pixabay.com

In meinem ersten Beitrag über das Thema Selbstliebe habe ich das Bild mit dem Fangen eines Schmetterlings gebracht. Es gibt noch einen ganz wichtigen Aspekt bezüglich Selbstliebe: In meinem Schwarz-Weiß-Denken habe ich früher immer gedacht, entweder man liebt sich selbst oder man tut es nicht. In Wirklichkeit gibt es aber noch ganz viele Grau-Stufen dazwischen. Man kann sich wenig lieben, mittelmäßig lieben, stark lieben, sehr stark lieben usw. Das bedeutet wiederum, dass man sich zum Glück Schritt für Schritt steigern kann und ruhig klein anfangen kann. Deshalb habe ich einfach mal ein paar Tipps zusammengetragen, wie man Selbstliebe im Alltag praktizieren kann.
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1. Das Liebesgeständnis vorm Spiegel

Zugegeben: der erste Punkt ist mit der schwerste, auch wenn es ganz simpel klingen mag und schnell erklärt ist: Man stellt sich drei Mal täglich (morgens, mittags, abends) vor den Spiegel, schaut sich dabei selbst tief in die Augen und spricht die magischen Worte, die da lauten „Ich liebe dich“. Wahlweise auch mit dem eigenen Namen vorangestellt, also zum Beispiel „Didi, ich liebe dich“. Ich persönlich muss häufig feststellen, dass es schon daran hapert, mir selber in die Augen zu schauen. Ich muss da also selber noch stark üben, wenn es darum geht, mich selbst anzunehmen.
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2. Sich für einfache Anlässe aufstylen

Diesen Tipp habe ich damals von einer Frau bekommen und ich denke, es ist generell ein Tipp, mit dem Frauen mehr anfangen können. Man will schnell mal vor die Haustüre – entweder der Gang zum Bäcker um die Ecke oder ein kleiner Spaziergang, um den Kopf frei zu bekommen. Was macht man in der Regel? Man bleibt in Jogginghose, schlüpft kurzerhand in die ausgelatschten Schuhe und geht los. Wer sich etwas Gutes tun möchte, sollte aber gerade bei solchen Anlässen Wert auf sein Äußeres legen und sich optisch ein bisschen aufwerten. Das steigert das Selbstwertgefühl und man ist nicht so sehr in diesem Hoffentlich-Sieht-Mich-Keiner-Modus.
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3. Sich etwas gönnen

Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst etwas zu gönnen. Ein Kurzurlaub vielleicht. Oder etwas gutes zu essen, wenn man sehr von Verzicht geprägt ist bezüglich der Essgewohnheiten – so wie ich. Oder aber man kauft sich das Kleidungsteil, das man schon immer haben wollte, aber nicht gekauft hat, weil man es sich selbst vielleicht nicht wert war. Dann aber bitte nicht vergessen, dies beim Gang zum Bäcker anzuziehen; siehe Punkt zwei.
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4. Lernen „Nein“ zu sagen

Denn ein „Nein“ zu etwas Ungewolltem ist immer ein „Ja“ zu sich selbst.
Ob ich noch etwas zu diesem Punkt erläutern kann und erklären kann, wie man es schafft, einfach „nein“ zu sagen, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen? Nein. Weiter zu Punkt fünf…
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5. Lernen loszulassen

Der fünfte Punkt geht stark einher mit dem vorherigen. Wer von den Dingen, Menschen und Situationen loslässt, die ihm/ihr nicht gut tun, handelt womöglich egoistisch. Aber es ist ein gesunder Egoismus, den man auch Selbstliebe nennt.
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6. Etwas für die eigene Gesundheit tun

Punkt sechs ist zum Glück nicht allzu schwer. Man soll etwas für seine Gesundheit tun. Das kann eine bewusste Ernährung, sportliche Aktivität oder die selbst verordnete Pause in der Sonne sein. Wichtig dabei ist, sich vor Augen zu führen: „Ich mache das, um mir etwas Gutes zu tun.“ Nanu? Wer tut denn sowas? Jemand, der sich selbst liebt vielleicht…
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7. Liebesbrief an sich selbst

Die Idee hierzu kam mir erst vor Kurzem. Ich habe in letzter Zeit so vielen tollen Menschen verbal oder in schriftlicher Form Komplimente vergeben, dass ich mich gefragt habe, wie es sich wohl für diese Menschen angefühlt hat. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, Komplimente anzunehmen ist noch schwieriger als sie zu verteilen. Wäre ich also in der Lage, mir selbst Komplimente zu machen und mir die Anerkennung zu geben, die ich immer im Außen suche? Noch habe ich es leider nicht geschafft, mich zu diesem Brief zu überwinden…
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8. Sich selbst heiraten

Der letzte Punkt ist die absolute Herkules-Aufgabe in Punkto Selbstliebe. Ich behaupte mal, wer die ersten sieben Punkte nicht alle hinbekommt, wird sich an Punkt acht auch nicht herantrauen. Ich selbst habe es auch noch nicht ausprobiert, um ehrlich zu sein. Ich weiß aber, dass es zu dem Thema Lektüre gibt und kenne eine Heilpraktikerin hier in meiner Gegend, die einen Workshop anbietet, bei dem man sich ganz zeremoniell selbst das Ja-Wort gibt. Irgendwann möchte ich dies auch einmal tun, wenn ich mich dazu bereit fühle.

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