Ich bin jetzt auch ein #Mutmacher!

Mutmacher
Bildquelle: Didi Burnault

Als ich vor Kurzem auf das Projekt „Mutmachleute“ gestoßen bin, war für mich relativ schnell klar: „Das will ich unterstützen!“ Es geht dabei darum, dass Betroffene, Angehörige und Experten über das Leben mit psychischen Erkrankungen schreiben, damit es nicht länger ein Tabu-Thema bleibt.
Hier ist der Link zu meinem Beitrag.

Es fällt auf, dass ich nicht wie die anderen Betroffenen mit Gesicht zu sehen bin, was ein wenig dem Motto „Gesicht zeigen“ widerspricht. Ich muss zugeben, dass ich meinen Hut vor all denjenigen ziehe, die mit Bild zu sehen sind und mit echtem Namen die Fragen auf der Seite beantwortet haben. Mir fällt das noch sehr schwer. Auf meinem Blog schreibe ich auch unter Pseudonym und ohne ein klar erkennbares Bild von mir, weil es mir Sicherheit gibt und ich mich dadurch traue, super tiefe Einblicke in meine Gefühls- und Gedankenwelt zu geben.
Aber wie sieht es im echten Leben aus? Stehe ich da zu meiner Krankheit?

Gegenüber Freunden und Familie: ja. Aber auf der Arbeit oder in Vereinen tue ich mich damit noch schwer, obwohl ich eigentlich gerne mehr zu mir selbst stehen würde. Dazu eine kleine Anekdote am Rande:

Letzte Woche fragte mich eine ältere Dame aus meinem Taiji-Kurs, was ich beruflich machen würde. Zuerst wich ich aus und antwortete nur vage, ich sei Überlebenskünstler. Dann aber traute ich mich im weiteren Gesprächsverlauf zu erwähnen, dass ich stressbedingt krank und deshalb in einer psychosomatischen Klinik gewesen bin. Das fühlte sich gut und befreiend an und es war, als wären wir uns – die Dame und ich – auf einer neuen Ebene begegnet, weil ich meine Maske abgezogen habe und mich und meine Lebensgeschichte gezeigt habe.

Der Krisenwandler ist auch auf Facebook und bei Twitter sowie Instagram zu finden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.