Mein persönlicher Jahresrückblick 2018

Jahresrückblick 2018
Bildquelle: pixabay.com

Immer wenn sich ein Jahr dem Ende neigt, kommt die Zeit der Jahresrückblicke. Charlie hat auf ihrem Blog zu genau diesem Thema eine Blogparade veranstaltet. Dies ist mein Beitrag.

Auch das Jahr 2018 war für mich mal wieder ein sehr turbulentes. Mittlerweile frage ich mich, ob ich diese Turbulenzen magisch anziehe oder ob es an meiner Hochsensibilität liegt, dass ich alles als so dramatisch empfinde. Naja, wie dem auch sei… Hier sind die Dinge, die das vergangene Jahr zu einem ganz besonderen für mich gemacht haben:
_

1. Führerschein

2018 fing für mich direkt damit an, dass mich mein Fahrschullehrer ein bis zwei Monate früher als erwartet fragte, ob ich mich nicht zur Fahrprüfung anmelden wolle. Ich fühlte mich zwar noch nicht so weit, auch wenn er von mir überzeugt war. Letztlich lief alles wie geschmiert, sodass ich im Alter von 31 Jahren etwas später als die anderen Leute um mich herum meinen Lappen in der Hand hielt. Aber ich wollte ja schon immer anders sein…
_

2. Raufparty und Sportverletzungen

Einer meiner Vorsätze für 2018 war – ebenso wie das Bestehen der Fahrprüfung – der Besuch einer sogenannten Raufparty. Dort wollte ich ein wenig an meiner Männlichkeit arbeiten, was ja ein großes Thema in meinem Werdungsprozess ist. (Was genau eigentlich Männlichkeit ist, werde ich wohl mal in einem gesonderten Artikel erörtern.) Gerade im Bezug auf Körperkontakt und dem spielerischen Rangeln hatte ich noch einiges nachzuholen. Dummerweise zog ich mir eine Rippenprellung zu, was mich mit einem Kindheits-Trauma konfrontierte: Sportverletzungen. Und diese Rippenprellung war schon eine echte Herausforderung. Allerdings war sie kein Vergleich zu meiner Mittelfußprellung, die ich mir ein paar Monate später beim Fußballspielen zuzog. Selbes Muster: Da wollte ich mal was richtig Männliches machen und verletze mich prompt. Diese Mittelfußprellung traf mich deshalb so hart, weil ich körperlich sehr eingeschränkt war und mich von der Welt abgeschnitten fühlte.
_

3. Mutterbesuch

Die ersten beiden Punkte dieser Liste sind aber nur kleiner Firlefanz im Vergleich zu meinem riesigen Mutter-Thema, das ich 2018 etwas bearbeiten durfte. Da ich schon Anfang des Jahres wusste, dass ich meine Mutter das erste Mal nach fünf Jahren wieder sehen würde, war schnell klar, dass das gesamte Jahr eigentlich im Schatten dieses Ereignisses stehen würde. Entsprechend emotional fiel das Wiedersehen aus. Bei all den Unternehmungen war auch eine gemeinsame Therapie-Stunde dabei, um für mich Frieden finden zu können. In dieser habe ich unter anderem erfahren, dass ich noch zwei weitere Geschwister gehabt hätte, die aber vor ihrer Geburt verstarben. Diese Erkenntnis hat trotz aller Traurigkeit irgendwie auch Ruhe in mein Leben gebracht, da ich die ganze Zeit schon spürte, dass da so etwas wie ein Familiengeheimnis war, das das komplette Familiensystem belastet hat. Es tat gut, diese Geschwister zu würdigen in Form einer Gedenkstätte im Wald.
Alles in allem fand ich es schön, meine Mutter mal wieder zu sehen. Trotzdem war ich am Ende nach zwei Wochen froh, dass sie wieder weg war, da sie nach wie vor diese einengenden Tendenzen hat. Und apropos Eltern-Themen…
_

4. Vaterschaftstest

Noch vor dem Mutter-Besuch habe ich Klarheit geschaffen und herausgefunden, dass mein Vater auch mein leiblicher Vater ist. Zunächst wusste ich nicht, wie ich dieses Ergebnis emotional einordnen sollte. Mittlerweile kann ich damit sehr gut leben.
Aber da ich mich ja eigentlich weniger um meine Eltern kümmern sollte, sondern um meine eigenen Beziehungen, war auch die Partnersuche dieses Jahr ein Thema für mich.
_

5. Partnersuche & Dating

Ich hatte im Frühling ein Date, das sehr OK war. Mehr aber auch nicht. Das war mir alles zu sehr erzwungen, sodass mir klar wurde, dass dieses ganze Online-Dating nichts für mich ist. Stattdessen will ich in Zukunft mehr Leute im realen Leben kennenlernen, indem ich meine Hobbies und Leidenschaften mit anderen zusammen praktiziere.
_

6. Viele neue Projekte auf meinem Blog

Bloggen ist eben so eine Leidenschaft für mich. Mein Blog ist einfach mein Baby geworden so mit der Zeit. Und deshalb habe ich dieses Jahr viele neue Blog-Projekte am Start gehabt. Zum einen habe ich eine Blog-Parade veranstaltet. Zum anderen habe ich angefangen, Experten zu interviewen, um Werkzeuge vorzustellen, die aus der Lebenskrise oder Depression helfen. Dann habe ich das Projekt der „Mutmachleute“ unterstützt. Und zu guter Letzt habe ich noch eine Shirt- und Tassen-Kollektion entworfen.
_

7. Neuer Job, Eigenverantwortung und Selbstständigkeit

Das Projekt mit den Shirts und Tassen ist ein erster Schritt in die nebenberufliche Selbstständigkeit gewesen. Wobei das mit der Selbstständigkeit fast doppeldeutig zu verstehen ist. Denn dem vorausgegangen ist meine letzte offizielle Therapie-Stunde – verbunden mit dem Entschluss, dass ich ein eigenverantwortlicher Mann bin und nun mein Glück suche. Dafür war es wichtig, meinen Kellner-Job an den Nagel zu hängen und eine Halbtags-Stelle als Texter zu beginnen. Doch diesem Entscheidungsprozess ging etwas Wesentliches voraus – nämlich…
_

8. Freiburg

Ich hatte eine Woche Urlaub in Freiburg gemacht, was für mich eine tolle Zeit voller Selbsterkenntnisse war. Letztlich hätte ich ohne diese Reise nie den Mut gefasst, als Freiberufler durchzustarten. Lustig, dass Freiburg und Freiberufler auch von den Worten sehr ähnlich sind. 🙂

Hach, was soll ich sagen?! Bei so viel Entwicklung freu‘ ich mich voll auf 2019! Hier geht’s weiter zu meinen Vorsätzen fürs kommende Jahr…

Der Krisenwandler ist auch auf Facebook und bei Twitter sowie Instagram zu finden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.