Mein Leben

Mein persönlicher Jahresrückblick 2019

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Es ist Zeit für meinen persönlichen Jahresrückblick 2019. Wahnsinn, wie schnell auch dieses Jahr wieder vergangen ist! Für mich dient so ein Jahresrückblick immer ganz gut dazu, um herauszufinden, was ich alles erlebt und erreicht habe. Und damit ist er auch ein gutes Mittel, um für mich meine Persönlichkeitsentwicklung sichtbar zu machen. Ja, ich liebe Jahresrückblicke einfach!

2019: Ein Jahr, zwei Mottos

Wenn ich das Jahr 2019 mit einem Slogan versehen müsste, würden mir spontan zwei Stück einfallen:

  • „Das Jahr, in dem ich mir zu viel vorgenommen habe“
  • „Das Jahr, in dem ich viele verrückte Dinge getan habe“

Ich würde gerne ein paar Worte dazu verlieren, wie ich auf diese beiden Slogans gekommen bin.

Dass ich mir in meinen Vorsätzen für 2019 zu viel vorgenommen habe, ist mir schon sehr früh klar geworden. Irgendwo hatte ich in den Kommentaren gelesen, dass es echt mutig sei, als Burnout-Mensch so viele Vorsätze zu haben. Das war mir gar nicht bewusst, als ich den Artikel geschrieben habe. Damals habe ich noch ernsthaft geglaubt, es wäre realistisch möglich, all das umzusetzen. Aber ich denke mittlerweile, das hätte kein Mensch der Welt geschafft. Und deshalb war für mich irgendwann das Credo: „OK. Ich gucke halt einfach mal, wie weit ich komme…“ Für mich war es also zu keinem Zeitpunkt wie eine persönliche Niederlage, wenn ich nicht alle Vorsätze umsetzen würde. So viel zum ersten Motto. Und nun zum zweiten…

Dass ich dieses Jahr verrückte Dinge getan habe, bezieht sich auf die wortwörtliche Bedeutung von „verrückt“. Etwas ist ver-rückt, wenn es anders ist als der Standard. Anders als die Norm. Anders als ich es sonst tun würde. Das fing an in unzähligen Details, aber setzte sich auch fort bei bewussten Veränderungen. 2019 habe ich sehr vieles losgelassen, um Raum für Neues zu schaffen. Einerseits habe ich mich von einem Job verabschiedet, der mich nicht erfüllt hat. Andererseits habe ich nach drei Jahren mit dem Tai Chi aufgehört, um eine neue Herausforderung zu suchen. Und dann habe ich noch eine Ausbildung zum Hospizbegleiter gemacht – einfach weil mich meine innere Stimme dazu gedrängt hat. (Mehr dazu in Folge 1 des Krisenwandler Podcasts)

Was bedeutet das alles konkret? Zeit, Bilanz zu ziehen! Ich würde gerne mit den Dingen anfangen, die ich nicht erreicht habe.

Das hat 2019 nicht geklappt

Weg von Hartz IV: Das mit der beruflichen Weiterentwicklung hatte ich mir irgendwie leichter vorgestellt. Wer meine Berufswiedereinstieg-Serie gelesen hat, der weiß, dass ich noch dabei bin, meinen Weg zu meinem Traumberuf zu finden. Mir ist klar geworden, dass es einfach Zeit braucht, bis man für sich seine Nische gefunden hat.

Neue Wohnung: Meine berufliche und dementsprechend finanzielle Situation hat es mir nicht ermöglicht, meine Wohnsituation nach meinen Wünschen zu verändern. Mir ist klar geworden, dass für mich berufliche Selbstverwirklichung erstmal wichtiger ist und dass Finanzen und Wohnung erst daraus resultieren. Ich bin bereit, mir für meine berufliche Entwicklung Zeit zu nehmen, damit sie auch meinen Vorstellungen entspricht.

Das erste Buch von Didi Burnault: Ja, ich weiß, ein Buch schreibt man nicht einfach mal so. Das hat dieses Jahr folglich nicht geklappt. Trotzdem habe ich immerhin unter meinem bürgerlichen Namen ein Buch im Sommer veröffentlicht. Und darauf bin ich schon sehr stolz!

Fahrrad fahren: Ich wollte eigentlich dieses Jahr wieder mit dem Fahrradfahren anfangen und bin auch nur knapp gescheitert. Im Spätsommer hatte ich mich mit einer Freundin verabredet. Dummerweise stellte sich heraus, dass der vermeintliche Fahrradverleih seine Räder nur verkauft, aber nicht verleiht. So waren wir dann spontan Kirschkerne weit spucken. War auch cool. Was das Fahrradfahren angeht, werde ich 2020 bestimmt einen neuen Anlauf starten.

Mehr zu mir stehen: Das war auch schon ’ne große Hausaufgabe! Ich würde auch nicht sagen, dass ich vollends daran gescheitert bin. Ich hätte halt nur gerne noch größere Fortschritte gemacht. Und auch wenn noch einige Luft nach oben da ist, hatte ich ein schönes Erlebnis. Ein Bekannter sagte zu mir, ich sei irgendwie authentischer geworden. Irgendetwas scheint sich also doch bewegt zu haben.

Das hat 2019 geklappt

Mehr verrückte Dinge tun: Dies war ein deutlich formulierter Vorsatz. Und wie ich bereits geschildert habe, konnte ich diesen auch umsetzen.

Wieder mehr Musik machen: Auch hinter diesen Punkt kann ich ein fettes grünes Häkchen machen. Es ist eine Leidenschaft von mir, Musik am Computer zu produzieren. Da hatte ich dieses Jahr einige Flow-Momente, in denen ich die Welt um mich herum wirklich vergessen habe. Musik tut mir einfach so gut!

Blog-Projekte: Die Berufswiedereinstieg-Serie habe ich bereits erwähnt. Zudem hatte ich mit Elke Wünnenberg ein Interview über die heilsame Kraft des Singens geführt (Veröffentlichung folgt). Und einen regelmäßigen Podcast habe ich auch angefangen. Der Krisenwandler bleibt mein Baby für mich.

Sich vernetzen & Gleichgesinnte treffen: Dieser Punkt hat sich zur zweiten Jahreshälfte erfüllt, wofür ich sehr dankbar bin. Es sind gerade einige neue sehr wertvolle Verbindungen im Entstehen.

Und 2020?

Ich werde zwar für 2020 noch einen extra Beitrag schreiben, was meine Vorsätze angeht. Doch so viel sei verraten: Ich werde mir dieses Mal etwas weniger vornehmen. Trotzdem möchte ich auch anfügen, dass der Ansatz dieses Jahr nicht schlecht war. Ich mache mir beispielsweise auch regelmäßig Wochenpläne, die ich nie komplett abarbeiten kann. Aber das ist OK. Denn ich denke, so gebe ich mir selbst eine klare Struktur vor und habe eine Art Fixstern. Gleichzeitig habe ich jederzeit das Recht, meine Ziele nachzujustieren. Ohne dass ich dabei das Gefühl bekomme, versagt zu haben, wenn ich etwas auf die nächste Woche verschieben muss. Das ist übrigens eine Strategie, die ich aus meiner Zeit in der psychosomatischen Klinik übernommen habe.

Wie sieht es bei euch aus? Wie war euer Jahr? Welche eurer Vorsätze habt ihr umgesetzt und welche nicht? Lasst es mich gerne wissen in den Kommentaren!

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** Titelbild dieses Beitrages by Mitchell Luo on Unsplash

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