Vom Überwinden einer Depression [Kurzgeschichte]

Schaukel

Es war einmal ein junger Mann, der mit seinem Leben nicht zufrieden war. Die gesamte Welt, von der er umgeben war, schien dunkel und böswillig zu sein. Das färbte auf ihn ab, sodass er sich traurig und niedergeschlagen fühlte. So konnte es nicht weitergehen, dachte er bei sich und beschloss deshalb, auch selber nicht mehr weiterzugehen auf seinem Lebensweg. Am Wegesrand war eine Schaukel, auf die er sich setzte. Dort saß er und saß. Mit trotziger Miene.

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Was Stephen King’s ‚ES‘ mit meinen Depressionen zu tun hat

Pennywise ES

Als ich vor ein paar Tagen mit meinem Bruder im Kino war, um das Remake des Stephen-King-Klassikers „Es“ zu sehen, hätte ich nicht gedacht, dass der Film mich dazu bewegt, diesen Artikel hier zu schreiben. Klar war mir schon immer bewusst, dass die Story eine viel größere Tiefe hat als die der meisten herkömmlichen Horrorfilme. Aber es brauchte jenen Kino-Abend, damit mir bewusst wurde wie überragend gut (sorry für die Superlative!) die Story ist.
(Bildquelle: Warner Bros.)
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Wieviel Offenheit ist erlaubt?

gestreckte Hände

Eigentlich ist Offenheit etwas Schönes. Hinzukommt, dass es gerade mein Anspruch ist, offene Texte zu schreiben, die einen tiefen Blick in meine Seele erlauben. Und dennoch bin ich in den letzten Tagen mehrmals über die Frage gestolpert, wie viel Offenheit erlaubt ist – oder besser gesagt: gut für mich ist.

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Lebensthema echte Freundschaften

Freunde

Nach allem, was ich über das Leben herausgefunden habe, bin ich davon überzeugt, dass wir Menschen nicht dafür gemacht sind, alleine zu sein. Wie sagte Guy de Maupassant so schön: „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“ Wie das in der Praxis funktionieren kann, ist eines meiner großen Lebensthemen, an dem ich schon seit Jahren mehr oder weniger unfreiwillig „forsche“.

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8 Tipps, um Selbstliebe zu praktizieren

Herz aus Kerzen

In meinem ersten Beitrag über das Thema Selbstliebe habe ich das Bild mit dem Fangen eines Schmetterlings gebracht. Es gibt noch einen ganz wichtigen Aspekt bezüglich Selbstliebe: In meinem Schwarz-Weiß-Denken habe ich früher immer gedacht, entweder man liebt sich selbst oder man tut es nicht. In Wirklichkeit gibt es aber noch ganz viele Grau-Stufen dazwischen. Man kann sich wenig lieben, mittelmäßig lieben, stark lieben, sehr stark lieben usw. Das bedeutet wiederum, dass man sich zum Glück Schritt für Schritt steigern kann und ruhig klein anfangen kann. Deshalb habe ich einfach mal ein paar Tipps zusammengetragen, wie man Selbstliebe im Alltag praktizieren kann.
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Wie liebt man richtig?

Wachsfiguren

Ich habe neulich in der Therapie mal wieder eines meiner essentiellen Probleme feststellen müssen: Ich habe Angst, dass ich nicht in der Lage bin zu lieben. Mich und andere Menschen. Das Phänomen überrascht mich deshalb, weil ich doch eigentlich so gut darin bin ins Gefühl zu gehen. Ich kann lachen, weinen, wüten und mich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Aber warum gelingt es mir nicht, zu lieben? Ich frage mich, wie es geht, Liebe zu empfinden und wie man es lernen kann.

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Anna und die Orangen-Kiste [Kurzgeschichte]

Orangen

Nach einer wahren Begebenheit:
Anna sitzt im Auto. Sie ist auf der Heimfahrt nach einem anstrengenden Tag. Im Kofferraum hat sie eine Kiste Orangen gelagert, die sie von einer Freundin geschenkt bekommen hat.
Als sie zu Hause angekommen ist und den Kofferraum öffnet, hebt sie die Kiste aus dem Auto. Dummerweise bleibt sie an einer Kante hängen und alle Orangen fallen aus der Kiste. Sie rollen umher und bleiben in den hintersten Ecken liegen. Anna ist frustriert. Das hat ihr gerade noch gefehlt. Sie wollte heute Abend doch eigentlich nur noch ihre Ruhe haben auf der Couch. Als sie fast alle Orangen wieder zusammen gesammelt hat, fällt ihr noch eine unter dem Autoreifen auf. Sie hebt sie auf und erkennt, dass sie verschimmelt ist. Ihr wird schnell klar, dass diese eine schimmlige Orange womöglich die ganzen anderen angesteckt hätte, wäre sie unentdeckt geblieben. Und so wandelt sich Annas Frust in eine tiefe Dankbarkeit für dieses auf den ersten Blick negative Ereignis.

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